Dinosaurier-Funde aus Westfalen

Sachs, S. (1996) Dinosaurier-Funde aus Westfalen. Bericht des naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend 37: 237-253.

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen sind Dinosaurier-Reste nur von drei Lokalitäten im Landesteil Westfalen bekannt geworden; Brilon-Nehden, Gronau und Wallücke. Die größte Ausbeute lieferte Nehden mit über 1400 Einzelknochen, die sich im wesentlichen dem Ornithopoden Iguanodon zuordnen ließen, der mit zwei Arten vertreten war und hier auch erstmals im juvenilen Stadium nachgewiesen werden konnte. In Gronau wurden nur drei Dinosaurier-Knochen entdeckt. Ein Stück konnte als Humerus-Ende eines thyreophoren Dinosaurier, vermutlich eines Nodosauriden, bestimmt werden und stellt den ersten gesicherten Nachweis dieser Gruppe in Deutschland dar. Bei den beiden anderen Stücken handelt es sich um Wirbelkörper, die eventuell von Theropoden stammen könnten. Die in Wallücke gefundenen Stücke konnten einem Stegosaurier (Lexovisaurus) und einem Omithopoden (möglicherweise einem Dryosaurier) zugeordnet werden. Der Stegosaurier-Rest ist ein Stachelffagment und stellt den ersten Nachweis dieser Tiergruppe in Deutschland dar.

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